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The Arctic Incident.

Samstag, Dezember 10

| | | 4 Heart(s)
Achtung! Spoiler-Gefahr, da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt! Hier geht es zum ersten Band. 

"Die übliche Taktik von Entführern besteht darin, sämtliche Zeugen zu beseitigen. Danach versuchen sie für gewöhnlich, sich gegenseitig zu eliminieren, damit sie das Lösegeld nicht teilen müssen."
 "Was wollen Sie mir damit sagen?"
"Ich will damit sagen, dass die Zahlung von Lösegeld keine Garantie für die Sicherheit Ihres Vaters bedeutet. Wenn der Mann überhaupt Ihr Vater ist. Es kann gut sein, dass sich die Entführer Ihr Geld schnappen und uns alle umbringen."
Artemis betrachtete den Bildschirm. "Sie haben vollkommen Recht. Ich werde mir einen Plan ausdenken müssen."

Auf geheimen Wegen gelangt Meisterverbrecher Artemis Fowl bei seinem zweiten Abenteuer in das eisige Murmansk, wo er seinen Vater vermutet, der sich in der Gewalt einer skrupellosen Erpresserbande befinden soll. Doch Artemis hat ungewöhnliche Verbündete auf seiner Seite und natürlich auch schon einen Plan im Kopf. Einen gefährlichen Plan.

Nachdem ich so begeistert von Teil eins war, wollte ich den zweiten Teil unbedingt lesen. Allerdings hatte ich ein bisschen Angst, dass der zweite Roman mit dem ersten nicht mithalten könnte. Zum Glück wurde dieser Gedanke nicht bestätigt! Er kann nicht nur mithalten, er ist viel, viel besser als der erste!

Die meisten Charaktere und die Welt des Erdvolkes sind dem Leser schon vertraut, weswegen keine Zeit mit Einleitungen in die Personen und Schauplätze verschwendet wurde. Das hat mir sehr gut gefallen, da es so praktisch direkt losging und die Spannung sehr schnell gestiegen ist. Es war interessant, die Gedankengegänge der verschiedenen Figuren über die vergangene Mission zu lesen, vor allem die von Holly Short, die zu Beginn auf Rache sinnt. In Der Verschwörung hat sie wieder einmal neben Butler und Foaly eine meiner Lieblingsrollen gespielt. Allerdings müssen für diesen Teil noch Artemis und Mulch Diggums auf die Liste gesetzt werden, die beide auf sehr amüsanten und spannenden Wegen durch die Geschichte geführt haben.

Die überraschenden Wendungen haben dafür gesorgt, dass mir während der Lektüre nicht ein einziges Mal langweilig geworden ist und ich mich jedes Mal aufs neue darauf gefreut habe, wenn irgendetwas neues passiert. Viele Geschehnisse  sind so gut ausgearbeitet, dass ich niemals darauf gekommen wäre, dass irgendetwas in der Art passiert.

Das Ende hat mir auch total gut gefallen, auch wenn es für meinen Geschmack etwas überdramatisch gestaltet war. Trotzdem fand ich einige Verhaltensweisen total niedlich! Für dieses wundervolle Buch und Colfers wunderbar ironischen Stil gibt es acht von zehn Triads.

Artemis Fowl.

Donnerstag, Oktober 27

| | | 5 Heart(s)
Artemis Fowl, der jüngste Spross einer alten irischen Gangsterdynastie, möchte mit einem unglaublichen Plan den finanziellen Ruin seiner Familie aufhalten. Mit Hilfe des in seinen Besitz gelangten Buchs der Elfen deckt er ein Geheimnis auf, von dem bisher kein Mensch etwas ahnte. Tief unter der Erde hütet das Elfen-Volk einen legendären Goldschatz. Artemis ist zwar erst zwölf, aber hochbegabt und mit Hilfe seines schlagkräftigen Butlers macht er sich auf, das Gold zu rauben ...(via)

Ich gestehe, dass ich von dem Buch bisher immer die Finger gelassen hatte, weil es des Öfteren mit Harry Potter verglichen wurde - etwas was ich gar nicht haben kann und auch wirklich nicht angebracht ist. Dann hat es mir die liebe Melody ausgeliehen und ich habe es in kürzester Zeit verschlungen.

Was mich an dem Buch fasziniert, ist das Spiel mit den Klischees. Normalerweise sind Feen die zarten, funkelnden Wesen aus dem Wald, Kobolde ein Haufen grobschlächtiger, unintelligenter Wesen und deren Gold am Ende des Regenbogens zu finden.

In Eion Colfers Welt, sind Elfen bis an die Zähne bewaffnete Erdbewohner, die, die Zeit stoppen können, auf Lavaströmen reiten und technische Errungenschaften haben, die einen erblassen lassen. Unter der Erde wohnen sie in großen Städte, leben mal mehr, mal weniger friedlich zusammen und sorgen dafür, dass frei herumlaufende Trolle die Menschen in Ruhe lassen.

Ich muss sagen, dass mich dieses Buch sowohl positiv, als auch negativ überrascht hat. Positiv natürlich durch diese ganze Welt, die ich mir zugegeben gerne mal ansehen würde. Die Charaktere haben mir insgesamt auch sehr gut gefallen, auch wenn es einige gab, die mir nicht wirklich sympathisch und ein bisschen suspekt waren. Hierbei möchte ich besonders Holly Short, Foaly und Butler hervorheben, die ich alle sehr ins Herz geschlossen habe.

Was mich etwas genervt hat, ist die Unwissenheit, in der Colfer seine Leser zuweilen lässt. Zum Teil diese Selbstverständlichkeit der Welt und Kultur des Erdvolkes, über das so einige Fragen offen bleiben und zum anderen einige Gedankengänge der Charaktere, die zwar angedeutet, aber nicht vollendet bzw. aufgelöst werden. Das hat mich manchmal ziemlich gestört, aber niemals soweit, dass ich das Buch hätte weg legen können.

Schlussendlich will ich es trotzdem jedem empfehlen der auf fantastische Welten steht! Das Buch ist wirklich gelungen und ich werde mich direkt daran machen, Band zwei und drei zu lesen, wenn ich erst einmal mit Frostfeuer durch bin.